A. Prill - Zeitgenössische Malerei
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Surreales phantastisch Real

Entwicklung

Das Wort Surrealismus wird aus dem französischen mit Über (sur) und Wirklichkeit (realismus) übersetzt. Diese Überwirklichkeit wird zum Thema der Surrealisten. Im Jahre 1924 bildet sich eine lose Künstlergruppierung von Malern und Schriftstellern. Sie wollen hinabsteigen in die Welt, die hinter den tatsächlichen Dingen des Lebens liegt und eine neue Wirklichkeit schaffen. Sie sind beeinflußt von den Erkenntnissen Sigmund Freuds, der in seinen Untersuchungen über den Traum herausfindet, daß Denken, Handeln und Empfinden zum großen Teil im Unbewußten liegen, und der Mensch von diesen nicht bewußten Kräften geprägt wird. Jede Art von Technik wird eingesetzt. Es gibt in ihren Bildern nie eine stilistische Einheit, zu unterschiedlich blieben die schöpferischen Absichten und Einfälle, die Erfindungsgabe und das künstlerische Können. Trotzdem läßt sich etwas als Gemeinsames bezeichnen: Es war die Entdeckung des Zufalls, die Erweckung der Realitäten des Traumes und die Ergründung des Unterbewußtseins. Der Surrealismus entwickelte sich zu einer Kunstströmung, die neben Expressionismus, Kubismus, Konstruktivismus und der Abstraktion maßgeblich das Gesicht der abendländischen Malerei des 20. Jahrhunderts geprägt hat.

Der phantastische Realismus ist weder an Zeit noch Ausdrucksform gebunden. Zu allen Zeiten suchten Künstler Zugang zu mythischen Themen, Traumwelten, kosmischen Visionen, der Mystik und der eigenen Psyche. Aber zu einer geschlossenen Gruppe oder einem gemeinsamen Stil ist es nie gekommen. Um 1950 gibt es jedoch eine Gruppierung junger Künstler, die sich enger zusammenschließen und als Wiener Schule des phantastischen Realismus bekannt werden (Malerei im 20. Jahrhundert, Horst Richter, Dumont 1998 / Kunst der Moderne, Klaus Richter, Prestel Verlag 2000).

Achim Prill als Surrealist oder Phantast zu bezeichnen ist recht naheliegend, obwohl dieser Stilbereich nur einen Teil vom Werk des Künstlers repräsentiert, begleitet er ihn doch stetig seit Anfang der 90 iger Jahre. Oft sind seine Bilder geheimnisvolle Erzählungen in einer ausdrucksstarken Symbolsprache welche unterstüzt von Achim Prills Hang zu kräftigen Farbgebungen eine eigenwillige Mischung erzeugen.

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