 |
Die Abstrakte Malerei
ist seit 1910 ein Stilbegriff. Als abstrakt werden Kunstwerke bezeichnet,
deren Inhalt keinen Hinweis auf Gegenständlichkeit hat und
die auf die Nachahmung eines Naturvorbildes verzichten. Es gibt
zwei grundsätzlich verschiedene Darstellungsweisen in der Abstrakten
Malerei. Zum einen die geometrische Richtung und zum anderen eine
Richtung die vom Gefühl, der Eingebung, dem seelischen Erlebnis
ausgeht. Seine stärkste Ausprägung findet die Abstrakte
Malerei im Abstrakten Expressionismus, er ist kein genau abgegrenzter
Stil, vielmehr treffen sich in ihm alle Ausdrucksmöglichkeiten
der Malerei außer der realistischen Kunst. Was vorher bereits
in Ansätzen und einzelnen Entwicklungsphasen erkennbar war,
entfaltet sich nach dem 2. Weltkrieg binnen kurzem zu einer Breite,
die bis dahin noch keine Kunstbewegung erreicht hatte. Der abstrakte
Expressionismus ergriff die Länder Europas, traf auf gleichgerichtete
schon länger bestehende Tendenzen in den USA und strahlte nach
Mittel- und Südamerika aus. Selbst Japan wurde einbezogen.
Zum ersten Mal umschloß eine Kunstströmung fast den ganzen
Erdball, so daß man von Internationalität im modernen
Sinne sprechen konnte. Beim abstrakten Expressionismus wird die
Leinwand zur Aktionsfläche für eine ungehemmte Malweise,
wobei der Künstler mit allen ihm zur Verfügung stehenden
Hilfsmitteln die Farbe aufpinselt, schüttet, schleudert, spritzt
oder tropft. Alle Gefühlsregungen im Augenblick des Malens
fließen in das Bild ein. So verschmelzen Zufall, Improvisation,
seelische Gestimmtheit, Farbe, Form und Malweise zu einem Gesamtwerk.
Innerhalb des Abstrakten Expressionismus gibt es zahlreiche Stilrichtungen
(Tachismus, Action Painting, Informelle Malerei, Art Brut, Colour
Field Painting usw.) deren Grenzen oft fließend sind.
Seit 1910 hat sich die Kunst die unter dem Stilbegriff Abstrakte
Malerei zusammengefaßt ist, schnell und konsequent entwickelt.
Bis heute ist sie in zahllosen Variationen so aktuell wie damals
geblieben (Malerei im 20. Jahrhundert, Horst Richter, Dumont 1998
/ Kunst der Moderne, Klaus Richter, Prestel Verlag 1998).
Achim Prills zweite stark ausgeprägte Stilrichtung neben Surreal
Phantastischem ist das Abstrakte. Ebenfalls seit Anfang der 90 iger
Jahre arbeitet er in immer neuen Variationen an den unterschiedlichsten
Stilrichtungen der Abstrakten Malerei. So findet sich in seinem
Werk Expressionistisches z.B. in Leidenschaft oder Ein Lichtblick,
Tachistisches in Chaosstrukturen, Informelles in Strandgut oder
Abglanz, Op-Art in Bewegungsenergie oder Impuls, neben vielen weiteren
Variationen der Abstraktion.
|